Eine Geldversenkungsanlage

der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

 

Wir sind Denkendorfer Bürger, die mit Sorge beobachten, wie das Kloster in Denkendorf das Opfer eines Schildbürgerstreichs wird.

 

Das Kloster wurde im Jahr 2010 wegen Sparmaßnahmen geschlossen und dem Verfall preisgegeben. Vorschläge aus Bevölkerung und Kirchengemeinde wurden in den Wind geschlagen. Auch der Idee, die Anlage für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen, wurde zunächst kein Gehör geschenkt. Es war grotesk und beschämend. Tausende ertranken im Mittelmeer und für die Überlebenden wurde nach Unterkünften gesucht. Gleichzeitig stand eine intakte Klosteranlage der Landeskirche leer.

 

Stattdessen wurde im Jahr 2013 beschlossen, ein Altenpflegeheim mit massivem Neubau auf knappem Baugrund zu errichten. Das Projekt, die Kopfgeburt von Kirchenbeamten, war mit heißer Nadel gestrickt. Bevölkerung und Kirchengemeinde waren gegen den Neubau, von dem niemand wusste, wer ihn beschlossen hatte. Doch jeder wusste, dass der Klosterberg für mobile Alte ein Horror ist. Und für bettlägerige Patienten müsste die Bettenzahl aus feuerpolizeilichen und pflegetechnischen Gründen weit unter die Grenze der Wirtschaftlichkeit gedrückt werden.

Ende 2014 wurde das globige Neubaukonzept eines Stuttgarter Architektenbüros gewählt. Der Bauplan zeigt viele Schwächen, die Jury war nicht mit Fachleuten besetzt. Das Finanzierungskonzept war weiterhin intransparent und stümperhaft. Leicht ersichtlich war, dass das verschwenderische Vorhaben so angelegt war, dass es sich finanziell nicht trägt.

Einwände stießen bei den zuständigen Kirchenbeamten auf taube Ohren. Deshalb haben wir diese Internetseite mit 20 Fragen an die Landessynode eingerichtet.